• Gelage

    Anfang des Jahres, an einem bekannten Ort...

    gelage

  • Zeitreise

    Eine Reise in die Vergangenheit an einem Ort der Gegenwart hat mir gestern noch Freude bereitet. Das Publikum ansehnlich und im richtigen Alter, der Veranstalter angenehm und versiert, die Musik hör- und tanzbar, und die Location wirklich mal witzig.

    Danke für den schönen Abend!

  • In Gedanken an J.

    Es ist etwas über ein Jahr her. Da hörte dasselbe Geräusch aus dem Garten, wie es heute zu hören ist. Der letzte Schnitt vor dem Winter. Ich saß auch hier an dieser Stelle. Und ich hörte noch etwas.

    Wie sich dann später heraus stellte, waren es Hilferufe.

    Die Hilfe kam zu spät. Es wäre wohl auch nicht möglich gewesen, rechtzeitig zu helfen.

    Wieder war ein Mensch im Haus gestorben.

    Heute sehe ich vieles, was sich damals ereignete, mit anderen Augen.

    Weil die damals gut gelungene Täuschung schon eine Weile gefallen ist.

    Während ich vor einem Jahr recht ergriffen und berührt zu Hause alle Lichter ausgemacht hatte - bis auf eine Kerze - und vor mich hin dachte, feierte der Mensch, der an meiner Seite sein sollte, in der großen Stadt mit anderen Menschen eine Party.

    Zuvor hatte er noch den Mann in den Armen gehalten.

    Schon wieder ist ein Jahr vorbei.

    Verlassen war ich schon damals.

  • Schöne Momente. Heute.

    Irgendwie geht mir meine ganz eigene Rubrik ab und an verloren. Das wird sich ändern!

    Ein Sonnenuntergang, der wiederum mehr als beachtenswert war.

    Im Bauch des Ungetüms kann man sogar den Himmel sehen. Das beruhigt.

    Ich wurde äußerst zuvorkommend begekümmert, die Worscht fest im Blick, während ich den Prosecco genoss.

    Zwei lockere, muntere, sehr kurzweilig Telefonate. Sympathische Menschen mit angenehmen Stimmen.

    Neue Termine. Zum Aufhübschen und zum Vorzeigen. Teilweise vor dem Aufhübschen.

    Klare Luft und liebe Begleitung. Frauen teilen.

  • Kundenservice!

    ... oder die Macht der Gedanken!

    Im Frühjahr war ich mit dem Autovermieter auf Mallorca und dem Service von holidayautos sehr zufrieden. Da gab es nichts zu bemängeln.

    Als ich nun im Oktober erneut über holidayautos gebucht habe, war der Vermieter vor Ort ein anderer. Und da gab es einiges zu beanstanden bzw. wenigstens mal anzumerken.

    Ich habe mir also gedacht, dass ich an holidayautos mal einen Brief schreibe mit den Punkten, die mir aufgefallen waren und die eine leichte Unzufriedenheit hinterlassen hatten.

    Es blieb beim Gedanken.

    Heute hatte ich Post. Ein Gutschein. Mit einem langen Brief. Alle Punkte, die mir negativ aufgefallen waren, waren im Brief genannt. Es gab Erläuterungen, Erklärungen und auch eine Entschuldigung. Und eben besagten Gutschein.

    Das nenne ich mal Kundenservice!

    Bei holidayautos werde ich gerne wieder buchen.

  • Fast wie Herbst

    Frühling!

    Frühling oder Herbst

  • Winter oder Blues oder ...

    Seit Tagen regnete es. Das Grau des Himmels war ein ständiger Begleiter geworden, ebenso das künstliche Licht der noch käuflich zu erwerbenden Glühbirnen.

    Sie war wiederum früh wach geworden, obwohl es finster war. Ein Blick auf die Uhr, ein Durchatmen.

    Früher, als ihr noch die erste Tasse Kaffee des Tages gereicht wurde, wäre sie um diese Zeit nicht freiwillig aufgestanden. Sie mochte das Dunkle der Jahreszeit nicht und vermied es, wie es ihr möglich war. Heute war das anders. Ganz bewusst nahm sie wahr, dass der Tag erwachte. Das half manchmal, die Gedanken in eine Richtung zu lenken.

    Der Ablauf am Morgen folgte stets einem Muster: Aufstehen. Bad. Küche. Büro. Während der Rechner hochfuhr, nahm sie die ersten Schlücke des heißen Getränks, das ihr stets Genuss bereitete. Kurz darauf, während die Maschine die zweite Tasse füllte, sah sie nach draußen und bemerkte, dass es schon ein wenig heller wurde. Dennoch schien es, als würden viele Menschen noch schlafen. Die Straße war fast verlassen, was selten zu beobachten war.

    Irgendwann, nur ein wenig später, hörte es dann auf, heller zu werden. Das war das, was der Tag zu geben bereit war. Die Sonne hinter dicken Regenwolken versteckt. Nochmal ein Tag in dunklem Grau.

    Der Tag spielte erneut den Winterblues.

    Die Nachrichten der letzten Tage hatten vorallem ein Thema. Eine ganze Nation schien Anteil zu nehmen, und die Aufmerksamkeit galt dem, was die Gedanken trübte. Manch einer konnte sich nicht lebend aus dem Dunkel befreien. Glücklich sind die, die diese Stimmung nur in der kalten Jahreszeit spüren.

    Die Regentropfen trommelten an die Scheibe.

    Sie nahm ihre Tasse. Raus hier!

    Die Macht der Gedanken.
    Die Kraft der Entscheidung.
    Die kleine Alltagsflucht, die Energie gibt.

    Sie lehnte sich zurück und schloss die Augen. Bilder entstanden in ihrem Kopf. Erinnerungen kamen.

    Sonne, Wärme. Das Rauschen des Meeres. Der Geruch der Pinien. Sand an den Füßen. Muscheln, die sie am Strand auflas. Die Musik des Südens, gepaart mit dem Lachen eines attraktiven Mannes. Sonnengebräunte Haut. Erfrischende Cocktails. Aqua con gas, café con leche, zumo de naranja natural, tapas, aceitunas... Palmen. Farben. Licht. Duft. Bewegung. Hupende Autos. Das bunte Treiben auf einem Markt. Menschen, die singen, tanzen. Lebenslust!

    Schwer fiel es, diesen Ort zu verlassen. Als sie die Augen wieder aufschlug, wusste sie, was zu tun war.

  • Welche Farbe hat Dein D.?

  • Date mit...

  • Adaptiert

    Dein Tag beginnt beschissen
    Kein Geld, aber Hunger
    Du klaust oder dealst lügst
    Schiebst mit Pädophilen Deiner Chefin 'ne Nummer

    Wie Scheiße am Straßenrand
    Wie 'ne ausgetretene Kippe
    Vom Kuss der Verzweiflung
    Ein Brennen auf den Lippen

    Die Würfel sind gefallen
    C'est la vie
    Der Zug ist abgefahren
    Den Weg zurück – findest du nie

    Du lebst da
    Wo die Sonne niemals scheint
    Im Land vergebener Chancen
    Wo niemand um dich weint

    Auf der Suche nach dem Weg
    Den Himmel zu sehn
    Nach Drogen die dir helfen
    Den Tag zu überstehen

    An Dramen Schlampen herrscht kein Mangel
    An allem anderen schon.
    Doch die Tür ist verriegelt
    Hier ist Endstation

    Tiefe Narben im Herz
    In Herz und Gemüt
    Du bist unerwünscht
    Ungeliebt

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